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NET-ELC-Abstract zum Programm 2005

Engaging Students Online
Prof. Dr. William E. Pelz, State University New York, Herkimer College, USA
The State University of New York (SUNY) has created one of the largest and most successful Asynchronous Learning Networks in the world. The SUNY Learning Network (SLN) is a consortium of 40 SUNY colleges and universities which offer about 4,300 online courses, more than 90 complete online degree programs, and have more than 2000 faculty teaching totally online courses to 100,000+ student enrollments around the globe.

Ongoing research by SUNY has identified the factors which play a significant role in the success of this effort, and at the top of the list is the emphasis SLN places on providing online professors with training and assistance in the instructional design of interactive pedagogy. Prior to teaching their first online course, each SUNY professor attends a sequence of three workshops which provide training on effective strategies for online teaching and learning. In this address, Professor William Pelz, the lead faculty trainer for the SUNY Learning Network, will share his insights on why and how to design an interactive student-centered online learning environment which not only engages the learners with the content of the course, but also yields high levels of student satisfaction and perceived learning.
Motivationsförderung im E-Learning: Stand der Forschung
Prof. Dr. Hermann Astleitner, Erziehungswissenschaft und Kultursoziologie, Universität Salzburg, Oesterreich
In dieser Arbeit wird die Frage gestellt, wie e-Learning zu gestalten ist, damit die Motivation der Lernenden stimuliert und aufrechterhalten werden kann. Zunächst werden Instruktionstheorien dargestellt, die Ausgangspunkte für die Gestaltung von e-Learning-relevanten Lehrmaterialien und von Interaktionsprozessen sind. Dabei findet das ARCS-Modell von John Keller besondere Beachtung. Dieses Instruktionsmodell nennt 12 Lehrstrategien, die zu berücksichtigen sind, um Aufmerksamkeit, Relevanz, Selbstvertrauen und Zufriedenheit beim e-Learning zu optimieren. Auf der Basis dieses Modells werden - in einem Literaturreview - empirische Studien berichtet, die die Wirksamkeit einzelner Lehrstrategien in Abstimmung mit Lernkontexten (insbesondere von Persönlichkeitseigenschaften der Lernenden) aufzeigen. Abschließend werden praktikable Strategien vorgeschlagen, wie das ARCS-Modell in die e-Learning-Praxis integriert werden kann.
E-Learning und Bologna
Prof. Dr. Ada Pellert, Donau Universität Krems, Österreich
Mit dem "Bologna-Prozess" erleben wir in den letzten Jahren eine Europäisierung der Bildungspolitik, die in ihrer Radikalität noch vor einigen Jahren unvorstellbar gewesen wäre. Es geraten bisher gültige Paradigmen der deutschsprachigen Hochschulentwicklung unter Druck, bestimmte hochschulpolitische Fragen stellen sich neu. E-Learning kann in diesem Zusammenhang unterstützend für Innovationen wirken, vorausgesetzt, es gelingt, die Spannungsfelder auch tatsächlich zu thematisieren und in Angriff zu nehmen. Die Hoffnung, dass sich einige Grundeinstellungen im Hochschulsystem verändern, scheint angesichts der wechselseitig konstruktiv verstärkenden Effekte von E-Learning und Bologna, berechtigt: Anhand ausgewählter Beispiele soll gezeigt werden, welche Aspekte zu dieser Hoffnung Anlass geben:
  • Das studentenzentrierte didaktische Grundmodell im Bologna-Prozess (workload-Denken, Modularisierung des Studienaufbaus, Outcomeorientierung, Kreditpunkte). E-learning und IKT wirken operativ unterstützend für die Curricularreform und Transparenz im Studienbereich.
  • Bologna und Lifelong Learning : Bologna wird nur gelingen, wenn das Verhältnis und die Übergänge zwischen Erstausbildung und Weiterbildung deutlichere und europaweit für Studierende und Studieninteressierte verbindlichere Konturen erhalten. Und es sind adäquate Formen des berufsbegleitenden Lernens weiterzuentwickeln, worin e-learning eine zentrale Rolle einnimmt.

Bei beiden Themenfelder stellen sich mannigfaltige Fragen der Gestaltung von Zulassungen, Übergängen und Anerkennungen individualisierter Lernwege ebenso wie Fragen der Qualitätssicherung. Ohne gewisse europäisierte Vereinheitlichungen in diesen Bereichen werden die Ziele der Europäisierung Illusion bleiben. Auch in diesem Zusammenhang kann e-learning interessante Wege weisen.

Environments for structuring collaborative learning
Prof. Dr. Pierre Dillenbourg, CRAFT, EPFL
Is learning in groups more effective than learning alone? About two third of the studies answer positively to this question, but we cannot neglect the last third. Each teacher knows that some groups work well while other groups waste their time. The best groups engage into argumentations, explanations and other intensive knwledge-level interactions. Hence, the role of computers is to augment the probability that these interactions occur. I will present a few examples of scripts designed with that purpose. The teamwork process is not left open but structured as a sequence of phases, where group members have a specific role to play. These scripts include not only small group but also individual activities and class activities. They articulate both face-to-face and computer-mediated activities. I will illustrate how technology supports scripts in the background., by facilitating group/time management and data workflow. These light functions do not require a desktop, they may run on lighter devices such as phones, PDAs or other artifacts. I will end up this talk by presenting current research on designing inetarctive furniture that sustain learning in groups.
Projektorientierte Ausbildung mit Webportalen (*)
Dr. Daniel K. Schneider, TECFA, Universität Genf
Das Interesse an projektorientierter Pädagogik ist mit dem Ziel verknüpft tieferes, integriertes und anwendbares Wissen sowie allgemeinere Problemlösungsfähigkeiten zu fördern. Entsprechende "konstruktivistische" didaktische Strategien sind hingegen nicht einfach zu implementieren. In unserem Beitrag präsentieren wir einen Ansatz, der auf teilstrukturierten Lernszenarien in Lernkollektivitäten aufbaut, in der die Lehrperson eine Dreifachrolle von "Facilitator", Manager und Orchestrator/Designer ausübt. Entsprechende Lernumgebungen werden also als "Szenario-Maschinen" konzipiert. Sie sind aber auch virtuelle Räume für generelle intellektuelle und emotionale Unterstützung. Auf technischer Ebene, können solche Umgebungen mit Hilfe von gewissen Webportalen, d.h. sogenannte "Community, Content and Collaboration Management Systems (C3MS) implementiert werden. Wir werden kurz unsere in den letzten drei Jahren gesammelten Erfahrungen diskutieren sowie konkrete Beispiele auf dem Austellungsstand zeigen.
Experimentieren am Bildschirm - bodenphysikalische Versuche im Internet (*)
Prof. Dr. Hannes Flühler, Dr. Beatrice Kulli, Institut für Terrestrische Ökologie, ETH Zürich
In der Einführungsvorlesung zur Bodenphysik an der ETH Zürich werden den Studierenden aufwändige Demonstrationsexperimente vorgeführt.
Diese sind neu im Internet verfügbar, und zwar als Filme und als virtuelle Experimente. Im Film können die Studierenden die Experimente noch einmal anschauen, so wie sie in der Vorlesung vorgeführt wurden. Dies ermöglicht eine Vor- oder Nachbearbeitung der Versuche unabhängig von Ort und Zeit. Mit Hilfe der virtuellen Experimente können die Studierenden selber experimentieren. Sie haben die Möglichkeit, die Eingangsgrössen und Systemparameter zu verändern, um herauszufinden, wie dies das Systemverhalten beeinflusst. Dies soll einen zusätzlichen Zugang zu Stoff eröffnen und es den Studierenden ermöglichen, auf eine spielerische und unterhaltsame Weise Gesetzmässigkeiten aus dem Bereich Bodenphysik selber zu untersuchen. Ausserdem enthalten die Lernmaterialien im Internet kurze erklärende Texte mit Verweisen auf das Skript, Denkanstösse und weiterführende Informationen.
Die Web Inhalte wurden im Wintersemester 2004/2005 erstmals mit 70 Studierenden ausprobiert. Das Echo war mehrheitlich positiv. Die Arbeit am Computer wurde als amüsant, unterhaltsam und motivierend empfunden.
Die Internetseiten sind frei zugänglich und unter http://www.ito.ethz.ch/filep zu finden.
Diagnostik von Sachwissen für adaptive Lernsysteme
Prof. Dr. Damian Läge, Roland Streule, Psychologisches Institut, Universität Zürich
Adaptive Lernprogramme zeichnen sich durch eine automatisierte, dynamische Anpassung des Systems an die Bedürfnisse des Nutzers aus. Basierend auf einer Statusdiagnose des Lernerwissens wählt das System bspw. individualisiert diejenigen Lerninhalte aus, bei welchen noch Mängel bestehen. Der Wechsel zwischen Statusdiagnose und adaptiver Lernphase folgt einem iterativen Prozess. Für eine qualitativ hohe Systemadaptivität ist eine vollständige Wissensdiagnose unerlässlich. Vor allem bei merkmalsbasiertem Sachwissen stellt sich dann das Problem der aufwändigen Datenerhebung, will man bspw. über Einzelfragen alle Fakten eines Wissensgebietes beim Lerner erfassen. Ein Verfahren, welches diese auch als „Testlängendilemma“ bezeichnete Schwierigkeit entschärft und darüber hinaus mehr als ein reines Reproduzieren von Auswendiggelerntem verlangt, ist die Nonmetrische Multidimensionale Skalierung. Auf der Basis von globalen Ähnlichkeitseinschätzungen - als Mass für die integrative Verarbeitung von merkmalsbasiertem Sachwissen - zwischen den Objektpaaren des Wissensraumes werden die subjektiv gesehenen Beziehungen als Distanzen interpretiert. Die Objekte werden dann unter Einhaltung der relationalen Ordnung als Punkte in einem n-dimensionalen, euklidischen Raum dargestellt („Wissenskarte“). Ein Vergleich der so erstellten Lerner- mit einer Normkarte über die Prokrustes-Transformation detektiert automatisiert Wissensmängel. Systeminterne Algorithmen empfehlen dann adaptiv nachfolgende Lektionen. Das skizzierte Verfahren wird anhand des eLearning-Projektes „Psychopathology Taught Online (PTO)“ illustriert und mit Erkenntnissen zur Leistungsfähigkeit aus empirischen Studien ergänzt. Adaptive Lernprogramme zeichnen sich durch eine automatisierte, dynamische Anpassung des Systems an die Bedürfnisse des Nutzers aus. Basierend auf einer Statusdiagnose des Lernerwissens wählt das System bspw. individualisiert diejenigen Lerninhalte aus, bei welchen noch Mängel bestehen. Der Wechsel zwischen Statusdiagnose und adaptiver Lernphase folgt einem iterativen Prozess. Für eine qualitativ hohe Systemadaptivität ist eine vollständige Wissensdiagnose unerlässlich. Vor allem bei merkmalsbasiertem Sachwissen stellt sich dann das Problem der aufwändigen Datenerhebung, will man bspw. über Einzelfragen alle Fakten eines Wissensgebietes beim Lerner erfassen. Ein Verfahren, welches diese auch als „Testlängendilemma“ bezeichnete Schwierigkeit entschärft und darüber hinaus mehr als ein reines Reproduzieren von Auswendiggelerntem verlangt, ist die Nonmetrische Multidimensionale Skalierung. Auf der Basis von globalen Ähnlichkeitseinschätzungen - als Mass für die integrative Verarbeitung von merkmalsbasiertem Sachwissen - zwischen den Objektpaaren des Wissensraumes werden die subjektiv gesehenen Beziehungen als Distanzen interpretiert. Die Objekte werden dann unter Einhaltung der relationalen Ordnung als Punkte in einem n-dimensionalen, euklidischen Raum dargestellt („Wissenskarte“). Ein Vergleich der so erstellten Lerner- mit einer Normkarte über die Prokrustes-Transformation detektiert automatisiert Wissensmängel. Systeminterne Algorithmen empfehlen dann adaptiv nachfolgende Lektionen. Das skizzierte Verfahren wird anhand des eLearning-Projektes „Psychopathology Taught Online (PTO)“ illustriert und mit Erkenntnissen zur Leistungsfähigkeit aus empirischen Studien ergänzt.
Flymove: Entwicklung sichtbar machen (*)
Prof. Dr. Christian Klämbt, Institut für Neurobiologie, Universität Münster, Deutschland
FlyMove, ein interaktives Lehr- und Lernprogramm zur Biologie von Drosophila Drosophila melanogaster wird seit fast 100 Jahren untersucht und wird auch nicht zuletzt wegen der geringen Zuchtkosten häufig im Schulunterricht eingesetzt. Wir wissen heute, dass die wesentlichen Entwicklungs- und Funktionsprinzipien während der Evolution stark konserviert sind. So überrascht es nicht, dass Drosophila zunehmend als Modellorganismus für die Erforschung menschlicher Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer erfolgreich genutzt wird. Trotz vieler Lehrbücher die sich mit der Biologie dieses Organismus beschäftigen, fällt ein Selbststudium schwer, da komplexe Entwicklungsvorgänge allein durch Text und statische Bilder nur unzureichend beschrieben werden können. Um diese Probleme zu umgehen und den Unterricht der Biologie von Drosophila zu erleichtern, haben wir daher das FlyMove Projekt initiiert und viele bisherigen Kenntnisse über diesen Organismus in einer Computer gestützten Art und Weise aufgearbeitet. Mit Hilfe der Datenbank FlyMove (http://flymove.uni-muenster.de) können sowohl Lehrende als auch Lernende durch einen quasi gläsernen Drosophila Embryo navigieren und sich die verschiedenen Prozesse begreiflich machen. Die animierte Präsentation der Daten (Shockwave-Module, kurze Filme, Einzelbilder) erlaubt eine anschauliche visuelle und interaktive Darstellung von z. T. sehr komplizierten Prozessen und findet bereits jetzt Eingang in die moderne Hochschullehre.
Fallstudie Energiestadt - BSCW Nutzung in einem komplexen Lehrprojekt
Dr. Christina Colberg, Professur für Umweltphysik, ETH Zürich
Die grosse Fallstudie ist eine obligatorische Lehrveranstaltung für Studierende der Umweltnaturwissenschaften der ETH im 9. Semester. An einem realen Fall eines Umweltproblems wird die Denk- und Arbeitsweise der angewandten Umweltnaturwissenschaften eingeübt. Die 35 Studierenden haben sich im Wintersemester 2004/05 mit den vier unterschiedlichen Energiestädten (Neuchâtel, Opfikon-Glattbrugg, Vaz/Obervaz und Zürich) beschäftigt. Behandelt wurden dabei unterschiedliche Effekte des Labels Energiestadt® auf die Bevölkerung und kommunale Abläufe und Aktivitäten. Eine fünfte Gruppe hat unter Anleitung eines professionellen Regisseurs den Film „Leben mit Energie“ produziert.

Die Gruppen waren, obwohl sie räumlich getrennt arbeiteten, inhaltlich sehr stark vernetzt. Die web-basierte Unterrichtsumgebung BSCW erleichterte die Durchführung des Kurses erheblich. Um den Daten-Informationsfluss innerhalb der einzelnen Gruppen, aber auch zwischen den Gruppen zu gewährleisten, benötigten wir ein System, auf welches alle Studierenden, Betreuenden und externe Experten jederzeit Zugriff hatten, bei dem die Zugriffsrechte aber entsprechend der Bedürfnisse angepasst werden konnten. Dies war unerlässlich, da sich die Akteure untereinander über den jeweils aktuellen Stand ihrer Arbeiten austauschen mussten. Die Ergebnisse der einen Gruppe waren teilweise die Basis für die anderen Gruppen. So konnten alle Studierenden, Betreuenden und externe Experten unabhängig von ihrem Arbeitsort auf die jeweiligen Daten zugreifen. Durch diese web-basierte Lernumgebung war eine optimale Datenverwaltung gewährleistet und die Unterrichtszeit konnte äusserst effektiv genutzt werden.Die grosse Fallstudie ist eine obligatorische Lehrveranstaltung für Studierende der Umweltnaturwissenschaften der ETH im 9. Semester. An einem realen Fall eines Umweltproblems wird die Denk- und Arbeitsweise der angewandten Umweltnaturwissenschaften eingeübt. Die 35 Studierenden haben sich im Wintersemester 2004/05 mit den vier unterschiedlichen Energiestädten (Neuchâtel, Opfikon-Glattbrugg, Vaz/Obervaz und Zürich) beschäftigt. Behandelt wurden dabei unterschiedliche Effekte des Labels Energiestadt® auf die Bevölkerung und kommunale Abläufe und Aktivitäten. Eine fünfte Gruppe hat unter Anleitung eines professionellen Regisseurs den Film „Leben mit Energie“ produziert.

Die Gruppen waren, obwohl sie räumlich getrennt arbeiteten, inhaltlich sehr stark vernetzt. Die web-basierte Unterrichtsumgebung BSCW erleichterte die Durchführung des Kurses erheblich. Um den Daten-Informationsfluss innerhalb der einzelnen Gruppen, aber auch zwischen den Gruppen zu gewährleisten, benötigten wir ein System, auf welches alle Studierenden, Betreuenden und externe Experten jederzeit Zugriff hatten, bei dem die Zugriffsrechte aber entsprechend der Bedürfnisse angepasst werden konnten. Dies war unerlässlich, da sich die Akteure untereinander über den jeweils aktuellen Stand ihrer Arbeiten austauschen mussten. Die Ergebnisse der einen Gruppe waren teilweise die Basis für die anderen Gruppen. So konnten alle Studierenden, Betreuenden und externe Experten unabhängig von ihrem Arbeitsort auf die jeweiligen Daten zugreifen. Durch diese web-basierte Lernumgebung war eine optimale Datenverwaltung gewährleistet und die Unterrichtszeit konnte äusserst effektiv genutzt werden.
EuroCom: Transferbasierte Strategien zum Mehrsprachigkeitserwerb
Prof. Dr. Horst G. Klein, Direktor EuroComCenter, J.W. Goethe-Universität, Deutschland
Die Mehrsprachigkeitsmethode EuroCom ist ein international mehrfach prämiiertes zum ökonomischen und ressourcenausschöpfenden Erwerb nahverwandter Sprachen und entspricht den Forderungen der Europäischen Union zur Diversifizierung und Förderung des Spracherwerbs. Die Methode erschließt  unter Anwendung des erarbeiteten innerromanischen Transferinventars prinzipiell die gesamte romanische Sprachenfamilie.

Für die romanische Sprachenfamilie kommt dabei dem Französischen neben dem Englischen als Brückensprache eine neue Wertigkeit zu: Über die vorhandenen Französischkenntnisse wird die gesamte romanische Sprachenwelt erschlossen. Das Französische wird zu einer der wichtigsten Grundlagen, um romanische Mehrsprachenkompetenz in Europa zu erreichen.

Die Präsentation geht auf neueste Erkenntnisse der Kognitiven Linguistik, der Neurolinguistik und auf Verfahren der Mehrsprachigkeitsdidaktik ein und demonstriert exemplarisch anhand des EuroCom-online Kurses (www.eurocomprehension.com) zum Erwerb rezeptiver Kompetenzen des Spanischen, wie der Erwerbsprozess selbstgesteuert abläuft.
Die bislang vorliegenden Erfahrungen mit Mehrsprachenunterricht zeigen, dass die interkomprehensive Methode als ein optimales Verfahren zur Herstellung von Sprachen- und Sprachlernbewusstheit gelten kann, die heute als wichtige Voraussetzung erfolgreichen Sprachenlernens gesehen werden. Lernende bilingualer (deutsch-französischer) Zweige erreichten in weniger als 20 Stunden die Niveaustufen B1 bzw. B2 des EU Referenzrahmens für Sprachen. In universitären Kursen wurde regelmäßig nach 15 Sitzungen die B2-Kompetenz nachgewiesen.

Alle Webseiten der Forschergruppe EuroCom sind über die Internetadresse: www.eurocomprehension.info anwählbar.

Die Mehrsprachigkeitsmethode EuroCom ist ein international mehrfach prämiiertes zum ökonomischen und ressourcenausschöpfenden Erwerb nahverwandter Sprachen und entspricht den Forderungen der Europäischen Union zur Diversifizierung und Förderung des Spracherwerbs. Die Methode erschließt  unter Anwendung des erarbeiteten innerromanischen Transferinventars prinzipiell die gesamte romanische Sprachenfamilie.

Für die romanische Sprachenfamilie kommt dabei dem Französischen neben dem Englischen als Brückensprache eine neue Wertigkeit zu: Über die vorhandenen Französischkenntnisse wird die gesamte romanische Sprachenwelt erschlossen. Das Französische wird zu einer der wichtigsten Grundlagen, um romanische Mehrsprachenkompetenz in Europa zu erreichen.

Die Präsentation geht auf neueste Erkenntnisse der Kognitiven Linguistik, der Neurolinguistik und auf Verfahren der Mehrsprachigkeitsdidaktik ein und demonstriert exemplarisch anhand des EuroCom-online Kurses (www.eurocomprehension.com) zum Erwerb rezeptiver Kompetenzen des Spanischen, wie der Erwerbsprozess selbstgesteuert abläuft.
Die bislang vorliegenden Erfahrungen mit Mehrsprachenunterricht zeigen, dass die interkomprehensive Methode als ein optimales Verfahren zur Herstellung von Sprachen- und Sprachlernbewusstheit gelten kann, die heute als wichtige Voraussetzung erfolgreichen Sprachenlernens gesehen werden. Lernende bilingualer (deutsch-französischer) Zweige erreichten in weniger als 20 Stunden die Niveaustufen B1 bzw. B2 des EU Referenzrahmens für Sprachen. In universitären Kursen wurde regelmäßig nach 15 Sitzungen die B2-Kompetenz nachgewiesen.

Alle Webseiten der Forschergruppe EuroCom sind über die Internetadresse: www.eurocomprehension.info anwählbar.

Geodätische Messtechnik: Mehrwert für den Bachelor dank WebCT (*)
Adrian Ryf, Hans Martin Zogg, Institut für Geodäsie und Photogrammetrie, ETH Zürich
Mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge am Departement Bau, Umwelt und Geomatik der ETH Zürich wurde die Grundausbildung in Geodätischer Messtechnik im Frühjahr 2004 gestrafft und die Lehrveranstaltungen zweier Studiengänge zu einer zusammengelegt, ein dritter Studiengang kam dazu. Traditionell sind Feldübungen mit geodätischen Sensoren ein wichtiger Bestandteil, der weiterhin gepflegt wird. Mit ergänzenden Hausübungen erlernen die Studierenden die geodätischen Rechenverfahren. Durch den Einsatz des E-Learning-Tools WebCT konnte der Korrekturaufwand für diese Übungen massiv reduziert werden. Eine der Forderungen an die elektronische Lernumgebung, die automatisierte Korrektur numerischer Übungsresultate, welche Rundungsdifferenzen aufweisen können, konnte nach kurzen Anfangsschwierigkeiten erfüllt werden, so dass nur noch eine kleine Minderheit der Studierenden von der Möglichkeit Gebrauch macht, die Übungen auf Papier abzugeben. Mit der konsequenten Zusammenstellung aller Unterlagen für die Lehrveranstaltung auf dem Web, einem Diskussionsforum, Selbsttests und Fragensammlungen für die Prüfungsvorbereitung steht den Studierenden ein Mehrwert zur Verfügung, den sie zeit- und ortsunabhängig nutzen können. http://www.geometh.ethz.ch/webct/
Bologna-Kompatibilität dank einfachstem E-Learning-Einsatz (*)
PD Dr. Christian Sengstag, NET, ETH Zürich


Universitärer Unterricht besteht mehrheitlich aus Frontalvorlesungen. Diese Präsentation zeigt auf, wie mit interaktiven Elementen die Studierenden vermehrt einbezogen und damit verschiedene Ziele der Bologna-Reform erfüllt werden können. Eine klassische Frontalvorlesung aus dem Bereich der Kanzerogenese wurde neu konzipiert unter Änderung der Methodik jedoch Beibehaltung der folgenden Groblernziele: Kennen der zellulären Prozesse bei der Entstehung von Krebs, Kennen der involvierten Gene und Mechanismen für deren Veränderung, Kennen von Testsystemen für krebsauslösende Chemikalien. Um die Eigenaktivität der Studierenden und den Anteil an Selbststudium zu erhöhen, wurden Einzelapplikationen aus dem E-Learning-Baukasten (ELBA) der ETH (www.elba.ethz.ch) eingesetzt, welche mit minimalem Mehraufwand für den Dozenten Interaktionen fördern. Mit einer elektronischen Umfrage (Survey) wurden die Studierenden bereits vor der ersten Veranstaltung für das Thema sensibilisiert und eventuelle Lücken im Vorwissen eruiert. Danach wurde weiteres Vorwissen von den Studierenden auf einer Wiki-Website zusammengetragen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten setzten sich die Studierenden mit realen Forschungsfragen auseinander und vermittelten anschliessend das gewonnene Wissen ihren Mitstudierenden durch Reverse-Teaching. Eine Phase des problembasierten Lernens schaffte anhand einer realen Forschungsfrage Bezug zu bestehendem interdisziplinärem Wissen. Da bekannt ist, dass Studierende vor allem auch dann lernen, wenn sie selbst sinnvolle Prüfungsfragen ausdenken, wurde auch diese neue Methode aufgegriffen: Nach einer Vertiefung in zwei ausgewählten Gebieten der Lehrveranstaltung entwickelten die Studierenden elektronische Multiple-Choice Tests samt Antworten und Kommentaren. Daraus ist eine öffentliche zugängliche Testfragen-Sammlung entstanden (http://mypage.ethz.ch/Members/mctestskrebs). Während der Veranstaltung stand auch ein Online-Forum zur Verfügung, wo Fragen auch anonym gestellt und geklärt werden konnten. Der gewünschte Paradigmenwechsel vom lehrerzentrierten zum lernerzentrierten Unterricht wurde mit dem Redesign der Lehrveranstaltung erreicht. Aufgrund der guten Erfahrungen wird das neue Design beibehalten und verfeinert.
eCF, Bachelor- und Executive Education kombinieren (*)
Prof. Dr. Rudolf Volkart, Michael Korner, Institut für schweizerisches Bankwesen, Universität Zürich
Kein Geld für neue E-Learning-Projekte? Wir präsentieren Ihnen eine innovative Lösung zur nachhaltigen Finanzierung Ihrer Ideen – oder, wie aus einer Bachelor-Lehrveranstaltung eine Cash-Cow wird.

Die Blended Learning-Lehrveranstaltungen eCF Corporate Finance können aufgrund ihrer flexiblen Konzeption für verschiedene Zielgruppen eingesetzt werden. Seit diesem Jahr profitieren jährlich über tausend Studierende verschiedener Hochschulen (Universitäten Zürich und Fribourg sowie Fachhochschule Zentralschweiz) von eCF. Gleichzeitig nehmen über 50 berufstätige und zahlende Weiterbildungsteilnehmer (Executive Education) an den Kursen teil, um ein Certificate of Advanced Studies in Corporate Finance zu erlangen. Im Referat wird erläutert, wie dieser Zielgruppen-Blend ermöglicht werden kann und insbesondere welche Rolle E-Learning dabei spielt.

Aufbauend auf den Erfahrungen mit eigenen Executive Education-Teilnehmern wurde die Verwertungsstratgie der eCF-Kurse in diesem Jahr erweitert. Einzelne Kurs-Module werden herausgeschnitten und in Kooperationen mit verschiedenen privaten Bildungsanbietern am Markt angeboten. Der, aus sämtlichen Verwertungsaktivitäten, generierte Mittelzufluss deckt ab diesem Jahr den grössten Teil der Durchführungs- und Weiterentwicklungskosten für alle Zielgruppen (auch die Studierenden!). Das Referat soll aufzeigen, wie das Business Modell der eCF-Kurse aufgebaut ist und welche Erfolgsfaktoren dabei zu berücksichtigen sind.
 DMA - Digital Media for Artist, eine E-Learningplattform für die Medienausbildung an der Kunstuniversität Linz
Dr. Gerhard Funk, Kunstuniversität Linz, Österreich
„DMA – Digital Media for Artists“ (www.dma.ufg.ac.at) ist eine frei zugängliche E-Learningplattform der Kunstuniversität Linz mit deren Hilfe sich Studierende und externe BenutzerInnen den gesamten Workflow für typische Produktionsprozesse in den digitalen Medien mit dem notwendigen Hintergrundwissen sowohl selbständig als auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen aneignen können. Den Benutzern werden technische und gestalterische Aspekte vermittelt, die bei der Bewältigung von typischen Aufgabenstellungen im Bereich der digitalen Medien zu beachten sind. Die Inhalte sind modular strukturiert, können untereinander verknüpft, in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt und laufend erweitert werden. Derzeit sind die insgesamt etwa 700 Module in die Hauptbereiche 2D-Grafik, Desktop Publishing, Internet/Web/Multimedia, Video/Postproduction, 3D-Grafik, Audio und Betriebssysteme gegliedert und je nach Fragestellung über Zugänge wie Workshops, Übungen, Produktionsprozesse, Grundlagen, Soft- und Hardware abrufbar. Zusätzlich können die Module zu Lehrveranstaltungsunterlagen zusammengestellt werden. In das DMA-System ist das Modul „DHS -Digital Homework for Students“ integriert, das, in seiner Art einmalig, die Abwicklung von Medienlehrveranstaltungen mit visuell-gestalterischen Aufgabenstellungen ermöglicht.
 

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