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Mathematik im Web - MathML

Mathematische Formeln einfach ins Internet zu portieren - diesen Wunsch hegten schon einige Computerbenutzer aus den naturwissenschaftlichen, den mathematischen und den technischen Disziplinen in der Vergangenheit. Als 1997 die W3C Math Working Group gegründet wurde, keimte die Hoffnung auf, dass nun endlich ein Standard eingeführt werde, der sich mit dieser Problematik ernsthaft auseinandersetzen und - viel wichtiger - auch eine Lösung bereitstellen sollte.

Einige Jahre zogen seither ins Land und inzwischen sind die Früchte der Working Group reif genug, um sie zumindest teilweise zu pflücken. MathML ist das Akronym, welches auf den folgenden Seiten unser besonderes Augenmerk verdient, und steht für Mathematical Markup Language.

HTML für mathematische Inhalte

Die Technik hinter MathML entspricht konzeptionell derjenigen anderer Markup Languages, wie beispielsweise HTML. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass man Inhalte und deren Darstellung mit Containern, sogenannten Tags, steuern kann. Um zum Beispiel in HTML eine Stelle im Text in Fettschrift darzustellen verwendet man den <bold>-Tag. Analog zur Vorgehensweise in HTML stellt man in MathML ein Wurzelzeichen mit einem <msqrt>-Tag dar. Da MathML eine Erweiterung von XML darstellt, ist der Gebrauch von XML zwingend. Falls XML auch für Sie mehr nach einer Grössenangabe auf Kleidern als nach einer Programmiersprache klingt, finden Sie bei webdeveloper.com eine kurze Einführung in XML.

Die Vorteile und die kleine Revolution im Bereich der Darstellung mathematischer Inhalte im Internet liegen auf der Hand: Während früher Inhalte mathematischer Art mühselig als Bilddateien in Internetseiten integriert werden mussten, werden sie nun wie der Rest einer Seite via Markup Language gestaltet. So können Formeln zeitsparend in ein HTML-Dokument eingefügt und wieder geändert werden.

 

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