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Hier werden einige Szenarien vorgestellt, welche an der ETH Zürich bereits eingesetzt wurden oder in der Planung sind und bis Ende 2009 durchgeführt werden.
Ausgangslage: Multiple Choice-Test auf Papier.
Motivation: Vereinfachung der Korrektur.
Prüfungstools: Blackboard CE, LockDown Browser
Fachrichtung: Physiologie
Beschreibung: Die Umsetzung von Multiple Choice-Tests von Papier auf die elektronische Version ist problemlos machbar, da alle Fragetypen, welche auf Papier eingesetzt werden, auch am Computer möglich sind.
Bestehen bereits Fragenkataloge, so können diese teilweise automatisiert in das Prüfungstool übernommen werden. Auf jeden Fall sollte der/die Examinator/in aber die Bereitschaft mitbringen sich – mit Unterstützung – in eine neue Software einzuarbeiten. Die Präferenzen der Fragenautoren werden bei der Wahl der Software aber berücksichtigt, damit sich die Einarbeitung so leicht wie möglich gestaltet. Dieses Vorgehen hat sich absolut bewährt, so dass es bisher zu keinen nennenswerten Problemen mit dem Umgang des Prüfungstools gekommen wäre.
Vorteile: Die Korrektur erfolgt ohne Aufwand für Dozenten und übriges Personal. Die Studierenden müssen nicht innerhalb der Prüfungszeit ihre Lösungen auf einen Bogen zum Einscannen übetragen, wodurch Fehler vermieden werden können.
Weitere Vorteile: Der Fragenkatalog kann gleich im Prüfungstool gepflegt werden. Darunter fällt auch die Möglichkeit bereits in Prüfungen verwendete Fragen auf ihre Gütekriterien hin zu überprüfen.
Nachteile: Momentan besteht der einzige Nachteil in der nicht idealen Infrastruktur. Durch die limitierte Anzahl geeigneter Computerprüfungsräume steigt der Aufwand bei der Prüfungsdurchführung in grösseren Studiengängen.
Ausgangslage: Freitext-Fragen auf Papier.
Motivation: Bessere Lesbarkeit der Antworten, Einsatz von Multimedia
Prüfungstools: Ilias, Safe Exam Browser
Fachrichtung: Biologie
Beschreibung: Die Umsetzung von Freitextfragen ist in der Regel ohne Schwierigkeiten zu machen. Eine Ausnahme stellen momentan Fragen, welche mithilfe von Skizzen und Formeln beantwortet werden sollen, dar. Ganz auf derartige Fragestellungen muss aber nicht verzichtet werden: diese können weiterhin auf Papier, welches neben dem Computer liegt, beantwortet und manuell korrigiert werden.
Als Zusatz gegenüber der Papierprüfung können multimediale Inhalte (Bilder, Audiodateien, Videos, Animationen) leicht eingebunden werden.
Vorteile: Durch den Einsatz von Multimedia können Kompetenzen geprüft werden, welche in Papierprüfungen nicht oder nur mit Qualitätseinbussen geprüft werden. Beispiele:
- Interpration von Röntgenbilder (Medizin)
- Verständnis von gesprochenem Text (Fremdsprachen)
- Interpretation von Handlungen auf Video (divers)
- Erkennen von Musikstilrichtungen (Musikwissenschaften)
Weitere Vorteile: Auf Wunsch kann die Korrektur von Freitextfragen anonymisiert durchgeführt werden.
Nachteile: Die Umsetzung von Papierprüfungen zu Computerprüfungen lässt sich momentan nicht ganz vollständig durchführen, wenn die Aufgaben die Erstellung von Skizzen oder die Eingabe von Formeln verlangen.
Ausgangslage: Mündliche Prüfung.
Motivation: Reduktion Prüfungsaufwand.
Prüfungstools: Ilias, Safe Exam Browser
Fachrichtung: Mathematik, Physik
Beschreibung: Der Aufwand für die mündliche Prüfung mit mehreren Hundert Studierenden soll reduziert werden. Eine besondere Herausforderung stellt hierbei die Erstellung der Fragen, da das Prüfziel stark auf Berechnungen basiert.
Der Examinator hat dies gelöst indem er die Schlüsselstellen innerhalb einer Berechnung mit Multiple Choice-Fragen testet. Dieses Konzept wird schon seit einigen Jahren erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Es lässt sich auch in anderen Problem-orientierten Disziplinen einsetzen.
Vorteile: Der Aufwand für die Prüfung reduziert sich enorm. Daneben werden allen Studierenden die gleichen Fragen gestellt, was zu einer Erhöhung der Objektivität führt.
Nachteile: Es wird nicht der gesamte Rechenweg beurteilt. Da die meisten Aufgaben aber zuerst auf Papier gelöst werden, bevor die Fragen am Computer beantwortet werden, könnte diese Unterlagen in Härtefällen allenfalls zur Bewertung hinzugezogen werden.
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